Noch vor wenigen Monaten hätten sich wahrscheinlich weder Markus noch sein Rocco auf unsere Seite verirrt. Schließlich heißt es bei uns ja: „Blingbling und Mainstream sucht ihr hier vergeblich.“ Und Blingbling war genau Markus’ Sache. Sein 2010er VW Scirocco R war vor allem eins – SCHICK! Zugegeben, die VLN hat den Besitzer des Wolfsburger Coupés schon immer interessiert, doch der Schritt hin zum aktiven Motorsport ließ auf sich warten – bis Ende 2013.

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Dann brach sich der Virus Bahn und Markus beschloss, seinen ehemals 265 PS starken Scirocco R zum Tracktool umzubauen. Er selbst kommentiert den Sinneswandel mit: „Auf einmal hat’s klick gemacht. Das Rumgeschleife mit 4 cm Bodenfreiheit und 20-Zoll-Alus war auf einmal einfach schei****. Man(n) wird halt irgendwann vernünftig.“

Quasi über Nacht und mit Hilfe von Stefan Kirsch von CarSolutions.org  und Markus Schramm von HS Motorsport wurde aus dem Show-and-Shine-Wagen ein Tracktool, mit dem Markus immerhin schon 30 Runden auf der Nordschleife abgespult hat. Sein Ziel: Den Wagen und sein eigenes fahrerisches Können weiter verbessern, denn der „Wagen hat noch Potenzial nach oben“.

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Wobei der von einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbo befeuerte Scirocco R leistungsseitig bereits recht gut gerüstet ist. Nachdem eine neue Steuersoftware aufgespielt wurde, zudem neue Einspritzdüsen verbaut und eine Abgasanlage von Supersprint sowie ein Ladeluftkühler von Wagner montiert wurden, leistet der der Motor nun 369 PS und stellt 440 Nm bereit.

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Die Front ziert der Vollcarbon-Spoiler vom Scirocco R-Cup-Renner. Auf weitere Anbauteile verzichtet Markus.Auf eine vernünftige Verzögerung will er indes verständlicherweise nicht verzichten.

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Und so nehmen gleich sechs Brembo-Kolben mit Belägen von Endless die 355×32 Millimeter messenden Bremsscheiben an der Vorderachse in die Zange.

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Winterschläfer: Wie das Nummernschild verrät, schläft der Rocco R von Markus inzwischen in einer Garage friedlich vor sich hin und wartet auf den nächsten April. Erst dann darf er seine Umwelt wieder mit dem Sound der drei Zoll messenden Abgasanlage mit HJS-Rennkats verwöhnen.

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Bitte Platznehmen: Fahrer und Beifahrer nehmen auf Recaro Polo Position mit Leder-Alcantara-Bezug Platz und fixieren sich mit Profi 3 FE-ASM 4-Punkt-Gurten von Schroth.

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Die Rückbank wurde ausgebaut – versteht sich von selbst. Stattdessen macht sich hier nun ein Überrollbügel von Pleie breit. Und auch wenn der Rocco R von Markus kein Dailydriver ist, also nur dem Spaß am Wochenende dient, bleib der Großteil der luxuriösen Innenausstattung an Ort und Stelle.

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Aber noch ist das Tracktool ja auch noch nicht fertig. Als nächstes sollen noch eine Diff-Sperre von Wavetrac, ein Anti-Lift-Kit, Roll Control Traggelenke, PU Querlenkerlager sowie geschmiedete Aluquerlenker verbaut werden.

Und jetzt seid ihr dran! Schreibt uns in den Kommentaren eure Meinung zum Tracktool von Markus. Was gefällt euch, was hätte ihr anders gelöst?

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