Ja, ich gestehe: Ich stehe auf Tracktools im Kombi-Kleidchen. War schon immer so. Und darum freut es mich ganz besonders, dass BMW seinen 2025er Aprilscherz in Form des M3 Touring-Rennwagens doch tatsächlich beim 2026er 24h-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife an den Start schickt.
Unter dem Motto „You bdreamed it, we built it” schicken die verrückten Bayern am 16./17. Mai 2026 ihren Tracktool-Touring ins Rennen. Bis dahin wird natürlich im Rahmen der NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie) ausgiebig getestet.
Angetrieben wird der BMW M3 Touring-Renner vom Dreiliter-Reihensechszylinder, die bestenfalls 590 PS und 700 PS abgibt. Geschaltet wird über ein elektro-hydraulisches Sechsgang-Getriebe von XTrac.
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Um Gewicht zu sparen und die Leistung auf ein Niveau zu bringen, das einem GT3-Rennwagen entspricht, wurde der Großteil der komplett neuen Karosserie aus Kohlefaser gefertigt. Die hinteren Türen des radikalen Kombis erfüllen dabei nicht mehr ihre ursprüngliche Funktion – sie sind lediglich fest montierte Karosserieelemente. Realistisch betrachtet hätte dort wohl ohnehin niemand mehr einen Kindersitz montiert.
Die Entwicklungszeit für das Projekt war bemerkenswert kurz: In nur acht Monaten stand das Fahrzeug fertig auf den Rädern. Lediglich 16 Wochen davon entfielen auf den eigentlichen Aufbau sowie die umfangreiche Umgestaltung der Touring-Karosserie. Dass ein Kombi aerodynamisch nicht gerade die Idealform für ein Rennfahrzeug darstellt, liegt auf der Hand. Das im Vergleich zum Coupé um 32 Millimeter höhere und längere Dach erhöhte den Luftwiderstand und beeinträchtigte zugleich die Anströmung des Heckflügels.
Die Aerodynamik-Spezialisten aus München fanden jedoch eine Lösung. Mithilfe einer neu konstruierten Schwanenhals-Halterung wurde der Heckflügel des M4 GT3 EVO um 200 Millimeter weiter nach hinten sowie um 32 Millimeter nach oben versetzt. Dadurch befindet er sich wieder optimal im Luftstrom, was den Abtrieb verbessert und die aerodynamische Balance wieder in den gewünschten Bereich bringt.
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Auch beim Renneinsatz setzt BMW auf ein klares Konzept. Der Auftritt des rund 5,22 Meter langen Boliden in der SPX-Klasse auf der Nordschleife ist ein offizieller Werkseinsatz von BMW M Motorsport. Für den Betrieb des Fahrzeugs zeichnet das Partnerteam Schubert Motorsport verantwortlich, das über umfangreiche Erfahrung auf der Nordschleife verfügt. Während des 24-Stunden-Rennens teilen sich die BMW-M-Werksfahrer Connor De Phillippi, Ugo de Wilde, Jens Klingmann und Neil Verhagen das Cockpit.










