ADAC GT Masters: Hirsiger und Zulauf gewinnen am Salzburgring

Felix Hirsiger und Finn Zulauf haben den zweiten Lauf des ADAC GT Masters auf dem Salzburgring gewonnen. Das Duo vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport kämpfte sich im Lamborghini vom 13. Startplatz bis an die Spitze vor. Nach einem engen Duell in der Schlussphase überquerten Hirsiger und Zulauf die Ziellinie mit 1,690 Sekunden Vorsprung.

Den zweiten Platz belegten die Österreicher Leo Pichler und Colin Bönighausen im Porsche von Razoon – More than Racing. Jamie Day und Baudouin Detout komplettierten das Podium im Aston Martin Vantage GT3 Evo von Comtoyou Racing.

Für Hirsiger und Zulauf war es bereits der vierte Saisonsieg. Durch den Erfolg verkürzten sie den Abstand auf die Tabellenführer Tim Zimmermann und Leyton Fourie vor dem Saisonfinale auf fünf Punkte.

Von der Pole-Position auf Startplatz 13 zurückversetzt

Ursprünglich hatte sich das Engstler-Duo die Pole-Position gesichert. Wegen eines Verstoßes gegen die Parc-Fermé-Bestimmungen wurde der Lamborghini jedoch auf den 13. Startplatz zurückversetzt.

Dadurch ging Kiano Blum im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams von der Spitze in das Rennen. Der 19-jährige Österreicher verteidigte seine Führung beim Start vor Porsche-Pilot Colin Bönighausen und dem erst 16 Jahre alten BMW-Fahrer Storm Gjerdrum.

Felix Hirsiger begann unterdessen sofort mit seiner Aufholjagd. Bereits vor der ersten Boxenstopp-Phase hatte sich der Schweizer bis in die Top 5 vorgearbeitet.

Die meisten führenden Teams entschieden sich beim ersten Stopp für einen Reifenwechsel und entsprechend längere Standzeiten. Auch Hirsiger erhielt einen frischen Reifensatz. Razoon – More than Racing wählte dagegen eine andere Strategie: Der Porsche wurde lediglich betankt, wodurch Leo Pichler mit einem deutlichen Vorsprung auf die Strecke zurückkehrte.

Für den zunächst führenden Ford verlief der Boxenstopp weniger erfolgreich. Kiano Blum übergab den Mustang inklusive neuer Reifen an Salman Owega? Wait source says Kalus. Need retain Kalus but first name absent. Ein Fahrfehler und eine kurzzeitig langsame Fahrt warfen Kalus anschließend weit zurück. Damit spielte das Haupt Racing Team im Kampf um den Sieg keine Rolle mehr.

Elf Runden langes Duell um den Sieg

An der Spitze entwickelte sich ein indirektes Duell zwischen Pichler und dem inzwischen im Lamborghini fahrenden Zulauf. Der Tabellenzweite verringerte den Rückstand kontinuierlich und brachte das Engstler-Team wieder in Schlagdistanz.

Nach den zweiten Boxenstopps kehrte Hirsiger lediglich eine halbe Sekunde vor Bönighausen auf die Strecke zurück. Damit begann ein elf Runden dauernder Kampf um den Sieg. Bönighausen blieb bis zum Schluss in Reichweite, fand jedoch keinen Weg am Lamborghini vorbei.

Hirsiger hielt dem Druck stand und brachte den vierten Saisonsieg mit 1,690 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Nach einem schwierigen Rennwochenende zeigte sich der Schweizer entsprechend erleichtert.

„Endlich Payback! Jetzt haben wir hoffentlich alle Probleme abgearbeitet“, sagte Hirsiger. Der Lamborghini habe auch auf gebrauchten Reifen sehr gut funktioniert. In den letzten Runden habe er seinen Rhythmus finden, gleichzeitig den Rückspiegel beobachten und fehlerfrei bleiben müssen.

Auch Zulauf hatte vor dem Start nicht mehr mit einem Sieg gerechnet. Das ursprüngliche Ziel sei lediglich gewesen, vor den direkten Meisterschaftskonkurrenten zu bleiben und keinen weiteren Boden zu verlieren. Mit Blick auf das Finale kündigte er an: „Jetzt heißt es ‚Gloves off‘ in Hockenheim – die Zurückhaltung ist vorbei.“

Pichler und Bönighausen verpassen Heimsieg knapp

Pichler und Bönighausen mussten sich nach ihrer alternativen Boxenstoppstrategie mit Rang zwei begnügen. Die Hoffnung, auf den neuen Reifen mit dem Tempo des Lamborghini mithalten zu können, erfüllte sich in der Schlussphase nicht.

Trotz des verpassten Sieges zeigte sich Pichler mit dem Ergebnis zufrieden. Das Team habe seine Möglichkeiten ausgeschöpft. Der Podiumsplatz bei seinem Heimrennen in Österreich sei deshalb dennoch ein besonderer Erfolg.

Jamie Day und Baudouin Detout erreichten im Aston Martin den dritten Platz. Auch das Comtoyou-Duo musste sich im Verlauf des Rennens nach vorne kämpfen. Eine frühe Strafe hatte Day und Detout zunächst aus den besten zehn Positionen zurückgeworfen.

Das Team reagierte mit einer abweichenden Strategie und verschob den Reifenwechsel auf den zweiten Boxenstopp. Die warmen Reifen im mittleren Rennabschnitt ermöglichten es Day, den nötigen Vorsprung für den späteren Stopp und den letzten Stint herauszufahren. Anschließend sicherten sich die Aston-Martin-Piloten noch den letzten Platz auf dem Podium.

Nur fünf Punkte trennen die Titelanwärter

Tim Zimmermann und Leyton Fourie verbesserten sich in der letzten Runde noch auf den vierten Platz. Damit landeten die Meisterschaftsführenden unmittelbar vor ihren Teamkollegen Storm Gjerdrum und Fabio Rauer. Beide BMW M4 GT3 Evo wurden von FK Performance Motorsport eingesetzt.

Vor dem Saisonfinale liegen Zimmermann und Fourie nur noch fünf Punkte vor Hirsiger und Zulauf. Der Kampf um die Meisterschaft bleibt damit bis zum letzten Rennwochenende offen.

Fourie sicherte sich auf dem Salzburgring zudem den ersten Platz in der „Road to DTM“-Wertung. Grundlage dafür waren der gemeinsam mit Zimmermann erzielte Sieg im ersten Rennen und der vierte Rang im zweiten Lauf.

Fabian Dybionka und Emil Gjerdrum belegten nach mehreren Strafen im Ford den sechsten Platz. Dahinter folgten Robin Rogalski und Simon Connor Primm im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 von HGL Racing.

Mark Kastelic und Pavel Lefterov brachten den zweiten Porsche von Razoon – More than Racing auf Rang acht ins Ziel. John Paul Southern und Jonas Karklys wurden im zweiten Lamborghini des Liqui Moly Team Engstler Motorsport Neunte. Sandro und Juliano Holzem komplettierten im BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport die Top 10.

Das Saisonfinale des ADAC GT Masters findet vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hockenheimring statt. Die abschließenden Rennen werden im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen.